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Ärztehaus am Rotes
Kreuz Krankenhaus
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Computergestützte Ganganalyse

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Automatisierungstechnik der Universität Bremen wurde eine Methode zur markerlosen kinematischen Ganganalyse entwickelt. Dabei wird der Bewegungsablauf des individuellen Ganges aufgezeichnet und analysiert.

Dabei werden die Geschwindigkeiten und Beschleunigungen der Gliedmaßen sowie die der Winkel zwischen den Gliedmaßen berechnet. Ziel der Ganganalyse ist es Erkenntnisse über das Gangmuster und dadurch Rückschlüsse auf dessen Entstehung (neuronal und mechanisch) ziehen zu können. Aufgrund dieser Erkenntnisse kann beurteilt werden, wie weit das individuelle Gangbild dem „normalen Gangbild entspricht oder davon abweicht. Es ist dann zu entscheiden, ob die beobachteten Abweichungen pathologische Ursachen haben können und wie sich diese gegebenenfalls durch therapeutische (z. B. chirurgisch oder physiotherapeutisch oder technische Maßnahmen (z.B. durch Orthesen) korrigieren lassen.

Die Analyse des Gangverhaltens kann auch dazu genutzt werden, mögliche Sturzrisiken eines Probanden zu finden, auf ihre Ursachen hin zu analysieren und mögliche Maßnahmen zur Verminderung des Risikos zu entwickeln. Stürze, vor allem bei älteren Menschen (mit zum Teil tödlichen Folgen), verursachen heute erhebliche Kosten im Medizinsystem.

Typische Störungen des Gangbilds können durch Probleme des Bewegungsapparats (akut: Verletzungen, chronisch: degenerative Prozesse an Knochen, Gelenken, Muskeln, Sehnen, beispielsweise Rheumatismus) entstehen  oder durch neurologische Probleme, zentrale (Hirnerkrankungen), oder periphere zum Beispiel sensorische – vestibuläre (zum Beispiel Gleichgewichtsstörungen), visuelle etc. Die peripheren Probleme resultieren bei Kindern hauptsächlich aus infantile Zerebralparesen oder Dysmelie und Muskeldystrophie. Bei Erwachsenen sind die Ursachen meist Hirnerkrankungen wie Multiple Sklerose oder andere Erkrankungen, die zu Ataxien führen, oder es sind die Folgen eines Schlaganfalls.